Meldeverfahren für kurzfristige Erwerbstätigkeit

Schlagwörter: Zuwanderung | Arbeitsmarkt

Angehörige der EU-27/EFTA-Mitgliedstaaten und Arbeitnehmer/innen, die von Unternehmen oder Gesellschaften mit Sitz in einem Mitgliedstaat der EU-27/EFTA in die Schweiz entsandt werden, benötigen für einen Aufenthalt von höchstens 3 Monaten oder 90 Tagen pro Kalenderjahr keine Bewilligung. Sie sind jedoch verpflichtet, sich anzumelden. Bulgarische und rumänische Staatsangehörige kommen unter bestimmten Umständen ebenfalls in den Genuss dieser Regelung.
   

Online-Meldung

Direkter Einstieg ins Meldeverfahren für kurzfristige Erwerbstätigkeit:

EU-25/EFTA

Angehörige der EU-25/EFTA-Mitgliedstaaten (EU-15, Zypern und Malta, EU-8, EFTA)

Angehörige der EU-25/EFTA-Mitgliedstaaten sowie Arbeitnehmer/innen, die von Unternehmen oder Gesellschaften mit Sitz in einem Mitgliedstaat der EU-25/EFTA in die Schweiz entsandt werden, benötigen für einen Aufenthalt von kurzer Dauer bis zu 3 Monaten oder 90 Arbeitstagen pro Kalenderjahr keine Bewilligung mehr. Es gilt jedoch eine Meldepflicht.

Entsandte Arbeitnehmer/innen, die aus Kroatien oder aus einem Drittstaat stammen, sind zur Erbringung einer Dienstleistung nur berechtigt, wenn sie vor der Entsendung in die Schweiz bereits dauerhaft im regulären Arbeitsmarkt eines EU-25/EFTA-Mitgliedstaats integriert waren.

Angehörige der EU-25/EFTA-Mitgliedstaaten und entsandte Arbeitnehmer/innen haben sich vor Beginn der Erwerbstätigkeit in der Schweiz anzumelden. Die Meldung erfolgt in der Regel durch den Arbeitgeber. Für die Meldung ist das online verfügbare amtliche Formular zu benutzen.

Für einen längeren Aufenthalt ist wie bisher ein Aufenthaltstitel erforderlich. Das Verfahren ist in den VEP-Weisungen detailliert beschrieben.

EU-2

Angehörige der EU-2-Staaten (Rumänien und Bulgarien)

Für die Zulassung zum Arbeitsmarkt von Angehörigen der EU-2-Mitgliedstaaten gilt spätestens bis zum 31. Mai 2016 eine Übergangsregelung, die sich von derjenigen für Angehörige der EU-25/EFTA-Mitgliedstaaten vorgesehenen Regelung unterscheidet. Für Aufenthalte von weniger als 3 Monaten oder 90 Arbeitstagen pro Kalenderjahr wird der Besitz einer Aufenthaltsbewilligung in den folgenden Fällen weiterhin vorausgesetzt:

  • In den vier speziellen Branchen – Bauhauptgewerbe (Hoch- und Tiefbau) und Baunebengewerbe, Gartenbaugewerbe, Reinigungsgewerbe in der Industrie und in Betrieben sowie Bewachungs- und Sicherheitsdienst – benötigen Dienstleistungserbringende (entsandte Arbeitnehmer/innen oder selbständig Erwerbstätige) vom ersten Arbeitstag an eine Kurzaufenthaltsbewilligung EU/EFTA. Der Zugang zum Arbeitsmarkt untersteht weiterhin der Bewilligungspflicht, d.h. der Kontrolle der Lohn- und Arbeitsbedingungen sowie den beruflichen Qualifikationsvoraussetzungen (vgl. Kapitel 7 Weisungen über die Einführung des freien Personenverkehrs, VEP-Weisungen).
      
  • Im Falle eines Stellenantritts bei einem Arbeitgeber in der Schweiz benötigen Arbeitnehmer/innen aus den EU-2-Mitgliedstaaten vom ersten Arbeitstag an eine Arbeits- und Aufenthaltsbewilligung, selbst wenn sie eine Erwerbstätigkeit unter drei Monaten ausüben (vgl. VEP-Weisungen).

Für die Erbringung von Dienstleistungen in den allgemeinen Branchen gelten für Angehörige der EU-2-Mitgliedstaaten keine Übergangsfristen; sie werden gleich behandelt wie die Angehörigen der EU-25/EFTA-Mitgliedstaaten und müssen die im FZA für das Anmeldeverfahren vorgesehenen Bestimmungen beachten. Für die Meldung ist das online verfügbare amtliche Formular zu benutzen.

Formulare, Adressen

Die Online-Meldung ist das übliche Meldeverfahren. Arbeitgeber, deren Unternehmen sich in einem EU-27/EFTA-Staat befindet und die Arbeitnehmer/innen in die Schweiz entsenden, sowie selbständige Dienstleistungserbringer/innen mit Nationalität EU-27/EFTA werden ersucht, sich als Kundinnen/Kunden zu registrieren und ihre Meldung online vorzunehmen. Bei kurzfristigen Stellenantritten von EU-25-/EFTA-Staatsangehörigen bei einem Arbeitgeber in der Schweiz ist der Arbeitgeber für die Meldung verantwortlich.

Ist die Meldung über das Internet aus technischen Gründen ausnahmsweise nicht möglich, kann sie auch mit den unten aufgeführten Formularen vorgenommen werden. Das zutreffende Meldeformular ist vollständig und richtig ausgefüllt sowie unterschrieben der für den Arbeits- oder Einsatzort zuständigen kantonalen Behörde per Post oder Fax zu zusenden. Die Meldung per E-Mail ist nicht zulässig.

Kantonale Behörden 
   

Es stehen drei verschiedene Meldeformulare und zwei Zusatzformulare zur Verfügung:

Weitere Infos

Verfahren zur Meldung und Nachprüfung der Berufsqualifikationen von Dienstleistungserbringerinnen und -erbringern aus der EU-27/EFTA

Für alle Dienstleistungserbringenden aus der EU-27/EFTA, die eine Dienstleistung in einem reglementierten Beruf während maximal 90 Arbeitstagen pro Kalenderjahr in der Schweiz erbringen möchten, ist eine Meldung über das Online-System des Staatsekretariats für Bildung, Forschung und Innovation SBFI erforderlich. Detaillierte Informationen über den gesamten Ablauf des Meldeverfahrens, die Zuständigkeiten und die rechtlichen Grundlagen finden Sie unter folgendem Link: