Verwaltungsratsentschädigungen und Kaderlöhne: Experten schlagen weitergehende Öffnung vor.
EJPD eröffnet im Herbst eine Vernehmlassung
Medienmitteilungen, EJPD, 16.04.2003
Bern, 16.04.2003. Im Auftrag des EJPD hat die "Arbeitsgruppe 'Corporate Governance'" der Professoren Peter Böckli, Claire Huguenin und François Dessemontet am 25. März einen Zwischenbericht unter dem Titel "Offenlegung von Organent-schädigungen und Organkrediten" vorgelegt. Darin setzt sich die Arbeitsgruppe mit der Frage der Transparenz von Verwaltungsrats-entschädigungen und Kaderlöhnen bei wirtschaftlich bedeutenden Aktiengesellschaften auseinander. Im Sinne einer Stärkung der Corporate Governance schlagen die Experten eine weitgehende Transparenz vor.
Das Eidg. Justiz- und Polizeidepartement (EJPD) hatte die Arbeitsgruppe bereits im Herbst 2002 mit der Erstellung eines Gesamtberichts beauftragt, der den Handlungsbedarf in Sachen "Corporate Governance" abklären soll. Im Interesse einer raschen Verbesserung der Rechtslage beauftragte das EJPD die Experten im vergangenen Herbst, vorgängig einen Zwischen-bericht zur Transparenzfrage zu erarbeiten.
Der Bundesrat hat an seiner heutigen Sitzung vom Zwischenbericht Kenntnis genommen und das weitere Vorgehen diskutiert. Nach Ansicht des Bundesrates ist dabei die Koordination mit den parallel laufenden Arbeiten der Kommission für Wirtschaft und Abgaben des Nationalrates (WAK-N) anzustreben. Aus diesem Grund hat das EJPD den Zwischenbericht der WAK-N zur Verfügung gestellt. Das EJPD beabsichtigt, die Empfehlungen der Arbeitsgruppe zur Transparenzfrage zu verarbeiten und im Herbst dieses Jahres eine Vernehmlassungsvorlage vorzubereiten.
Der Bundesrat hat an seiner heutigen Sitzung vom Zwischenbericht Kenntnis genommen und das weitere Vorgehen diskutiert. Nach Ansicht des Bundesrates ist dabei die Koordination mit den parallel laufenden Arbeiten der Kommission für Wirtschaft und Abgaben des Nationalrates (WAK-N) anzustreben. Aus diesem Grund hat das EJPD den Zwischenbericht der WAK-N zur Verfügung gestellt. Das EJPD beabsichtigt, die Empfehlungen der Arbeitsgruppe zur Transparenzfrage zu verarbeiten und im Herbst dieses Jahres eine Vernehmlassungsvorlage vorzubereiten.
