Bundesrätin Sommaruga in Norwegen: Austausch über Migrations- und Familienthemen

Medienmitteilungen, EJPD, 07.08.2012

Bern. Bundesrätin Simonetta Sommaruga war vom 5. bis 7. August auf einem Arbeitsbesuch in Norwegen. Dabei traf sie Grete Faremo, Ministerin für Justiz und Innere Sicherheit. Im Zentrum der Gespräche standen Themen wie der Schutz der Flüchtlinge in den Herkunftsländern und die Beschleunigung von Asylverfahren in beiden Ländern. Im Ministerium für Kinder, Gleichstellung und soziale Eingliederung diskutierte Bundesrätin Sommaruga mit Staatssekretär Ahmad Ghanizadeh aktuelle Fragen des Familienrechts. Thematisiert wurden überdies die Förderung von Frauen in Führungspositionen und die Vereinbarkeit von Familie und Beruf.

Norwegen ist für die Schweiz als assoziierter Schengen-Staat ein wichtiger Partner in der Zusammenarbeit bei Migrations- und Polizeifragen. Die Ministerinnen besprachen Möglichkeiten einer bilateralen Zusammenarbeit zur Unterstützung von Flüchtlingen in den Herkunftsländern und tauschten sich über die Erfahrungen in der Integrationspolitik aus. Beide Länder wollen ausserdem die Asylverfahren markant beschleunigen. Zur Sprache kamen weiter die Erfahrungen mit Rückübernahmeabkommen und Migrationspartnerschaften mit Herkunftsländern, insbesondere mit afrikanischen Staaten. Zudem konnte sich Bundesrätin Sommaruga über die Kontingentspolitik Norwegens bei der Aufnahme von anerkannten Flüchtlingen informieren.

Familienrecht und Gleichberechtigung

Hauptpunkte der Diskussionen mit Staatssekretär Ahmad Ghanizadeh war ein Austausch über familienpolitische Themen wie die Regelung der elterlichen Sorge und des Kindesunterhalts. Im Rahmen der Vereinbarkeit von Familie und Beruf nahm Bundesrätin Sommaruga mit Interesse die fortschrittlichen norwegischen Regelungen des Mutter- und Vaterschaftsurlaubs zur Kenntnis.

Schliesslich informierte sich Bundesrätin Sommaruga über die Erfahrungen Norwegens zur Förderung von Frauen in Führungspositionen in der Privatwirtschaft. Norwegen kennt seit 2006 eine verbindliche Quote von mindestens 40% Frauenanteil in Verwaltungsräten von grösseren Unternehmen.


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