Bundesamt für Polizei

Anzahl Identifikationen

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Der Vergleich der DNA-Profile mit der Schweizerischen DNA-Datenbank und die Analyse der Ergebnisse erfolgt im Auftrag des Bundes am Institut für Rechtsmedizin der Universität Zürich. Die Auswertungsresultate werden von dieser DNA-Koordinationsstelle auf einer gesicherten Datenleitung an den Betreiber der DNA-Datenbank übermittelt, an die fedpol-Abteilung «AFIS DNA Services». Diese ergänzt die pseudonymisierten Auswertungsresultate mit den entsprechenden Personen- und Falldaten und übermittelt die so vervollständigte Meldung dem Auftraggeber.

Bei einer Übereinstimmung zwischen einem Personen-Profil und einer Spur von einem Tatort spricht man von einem Hit. DNA-Hits spielen bei vielen Deliktarten in einem belastenden oder entlastenden Sinn eine wichtige Rolle. In Bezug auf die Gesamtmenge der registrierten Fälle sind DNA-Hits bei schweren Delikten wie "Tötung" oder "Raub" deutlich stärker vertreten als bei Kategorien wie "Diebstahl" oder "Sachbeschädigung".

Im Jahr 2011 gab es 4'318 solcher Spur-Personen-Hits. Sie verteilten sich wie folgt auf die verschiedenen Deliktskategorien:

Hits Deliktart
38 Tötung
161 Körperverletzung
12 Gefährdung des Lebens
4 Freiheitsberaubung/Entführung
827 Diebstahl
2'311 Einbruchdiebstahl
162 Raub
198 Sachbeschädigung (Art. 144, Abs. 3 StGB)
20 Betrug
13 Drohung
9 Sexuelle Handlungen mit Kindern
88 Sexuelle Nötigung
27 Brandstiftung
309 Betäubungsmittel-Delikte
0 Vermisst
0 Leichenfund
14 Raufhandel
16 Exhibitionismus
13 Führerflucht nach Unfall mit Verletzten oder mit Todesfolge
36 Unbefugte Datenbeschaffung / Missbrauch von Datenverarbeitungsanlagen
1 Erpressung
1 Sprengstoffgesetz (Vergehen/Übertretung)
58 Diverse
4'318  

 

Im Weiteren ergaben sich 986 Hits, bei denen eine Spur mit einer anderen übereinstimmte. Diese Hits geben wertvollen Aufschluss über Tat-Zusammenhänge.