Mario Gattiker zum neuen Direktor des Bundesamts für Migration ernannt

Medienmitteilungen, Der Bundesrat, 16.12.2011

Bern. Der Bundesrat hat am Freitag Mario Gattiker zum Direktor des Bundesamts für Migration (BFM) ernannt. Mario Gattiker wird sein Amt per 1. Januar 2012 antreten. Er steht dem BFM bereits seit 1. November 2011 als interimistischer Direktor vor.

Der 55-jährige Mario Gattiker ist ein anerkannter Experte für Asyl- und Migrationsfragen. Er verfügt nebst ausgezeichneten Führungskompetenzen über ein grosses Netzwerk auf kantonaler und nationaler Ebene in Politik wie Verwaltung sowie langjährige Erfahrung im Bereich der nationalen und internationalen Migrationspolitik.

Nach dem Abschluss des Studiums der Rechtswissenschaften war Mario Gattiker ab 1984 für mehrere schweizerische Stiftungen und Hilfswerke tätig. So war Gattiker 1989–2001 Leiter des Rechtsdienstes von Caritas Schweiz. Danach übernahm er die Leitung des Sekretariats der Eidgenössischen Ausländerkommission und wurde gleichzeitig Chef der Sektion Integration im Bundesamt für Ausländerfragen (BFA). Ab 2003 war er Vizedirektor und Chef der Abteilung Integration und Bürgerrecht des BFA und danach des Bundesamts für Zuwanderung, Integration und Auswanderung (IMES). Im Bundesamt für Migration, das aus der Zusammenlegung des IMES und des Bundesamts für Flüchtlinge entstanden ist, leitete er ab 1. Januar 2005 als Stellvertreter und später Chef den Direktionsbereich Arbeit, Integration und Bürgerrecht. Am 1. Dezember 2010 übernahm Mario Gattiker die Funktion des stellvertretenden Direktors des BFM.

Das Bundesamt für Migration ist mit rund 740 Mitarbeitenden eines der grössten Ämter der Bundesverwaltung. Mario Gattiker wird in seiner neuen Funktion verschiedene grosse Herausforderungen zu bewältigen haben. Diese ergeben sich z. B. aus der starken Zuwanderung, aber auch aus der Zunahme der Asylgesuche. Ausserdem erfordert die nötige Beschleunigung der Asylverfahren eine umfassende Neustrukturierung des Asylbereichs. Eine weitere grosse Aufgabe wird darin bestehen, das BFM nach der noch nicht vollständig umgesetzten Reorganisation in eine stabilere Phase zu führen.

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