Pass 2003

Medienmitteilungen, EJPD, 20.06.2000

Zuschlag für den Entwurf des Passbüchleins erteilt

Bundesrätin Ruth Metzler-Arnold, Vorsteherin des Eidgenössischen Justiz- und Polizeidepartementes, hat den Zuschlag für die Konzeption des neuen Passbüchleins der Firma Orell Füssli Security Documents AG in Zürich erteilt. Der Entscheid fiel gestützt auf die Ergebnisse aus dem WTO-Ausschreibungsverfahren.

Die Orell Füssli Security Documents AG wird für den neuen Schweizerpass die einzelnen Bestandteile liefern. Dazu gehören beispielsweise die Papierbogen, das Einbandmaterial oder die Sicheheitselemente, aber auch die Maschinen zur Fertigung des Sicherheitsdokuments.

Personalisierung und Konfektionierung

Bundesrat Kaspar Villiger, Vorsteher des Eidgenössischen Finanzdepartementes (EFD), hat mit der Personalisierung und Konfektionierung des Passes das Bundesamt für Bauten und Logistik (BBL) beauftragt. Durch diese Lösung erhalten die Bürgerinnen und Bürger die Gewissheit, dass die Produktion des Dokuments interessenunabhängig und sicher beim Bund erfolgt.

Voraussetzung für die Erteilung des Auftrags an das BBL war zudem die Erfüllung zweier Bedingungen: Das Angebot musste mittel- bis langfristige Sicherheitsvorteile bieten und durfte nicht mehr kosten. Diese Bedingungen hat das BBL in seinem Angebot erfüllt: es hat sogar eine wirtschaftlich günstigere Fertigung in Aussicht gestellt.

Moderner Pass

Das gewählte Konzept erlaubt die Ausgabe eines möglichst fälschungssicheren Passes, der auf den 1. Januar 2003 eingeführt wird. Er wird den internationalen Standards der ICAO (International Civil Aviation Organization) entsprechen, das heisst kleiner und handlicher sein als der heute im Gebrauch stehende Pass 85. Er wird zudem maschinenlesbar sein, wie dies die USA künftig für die visafreie Einreise von Schweizer Staatsangehörigen verlangen.

Der neue Pass wird neu 40 Seiten umfassen. Die rote Farbe wird beibehalten. Spezialisten der Firma Orell Füssli Security Documents AG werden die Weiterbearbeitung zusammen mit der Bundesverwaltung vornehmen, so dass in der ersten Hälfte 2001 Modelle des neuen Passes vorliegen werden. Die heute übliche Ausstellungstechnik erlaubt es nicht mehr, Pässe dezentralisiert mit der nötigen Präzision und kostengünstig zu personalisieren. Deshalb wurde eine zentrale Lösung gewählt.

Ausweisgesetz und Botschaft

Unabhängig von diesem Entscheid über den Zuschlag für das Passbüchlein gedenkt der Bundesrat noch vor den Sommerferien den Entwurf für ein Ausweisgesetz samt Botschaft zu verabschieden und dem Parlament zur Behandlung zu überweisen. Das Gesetz soll auf den 1.1.2003 in Kraft treten.

Bern, 20. Juni 2000

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