Bundesamt für Polizei
Das BAP stellt die personellen Weichen für die neuen Herausforderungen
Judith Voney wird neue Chefin der Meldestelle für Geldwäscherei
Medienmitteilungen, fedpol, 02.11.2000
Das Bundesamt für Polizei (BAP) hat wichtige personelle Weichenstellungen vorgenommen, um den kommenden Herausforderungen in den Bereichen Wirtschafts- und Organisierte Kriminalität erfolgreich zu begegnen. Einerseits wurden die Führungspositionen der Meldestelle für Geldwäscherei neu besetzt, andererseits nutzt das BAP Synergien mit dem nationalen Projekt "Fachhochschule für Wirtschaftskriminalistik".
Die 34-jährige Fürsprecherin Judith Voney übernimmt ab 1. Februar 2001 die Leitung der Meldestelle für Geldwäscherei (MROS). Judith Voney bringt ideale Voraussetzungen für ihre neue Aufgabe mit. Als stellvertretende Chefin der Kriminalpolizei des Kantons Bern leitet sie heute die Bekämpfung der Wirtschafts- und der Organisierten Kriminalität und führt auch entsprechende fachspezifische Aus- und Weiterbildungen durch. Sie hat eine Führungsausbildung am Schweizerischen Polizeiinstitut Neuchâtel und eine mehrmonatige Ausbildung an der FBI National Academy in den USA absolviert und verfügt über die notwendigen nationalen und internationalen Kontakte.
Stellvertreter von Judith Voney wird Lorenzo Gerber. Der 50-jährige Jurist ist französischer und italienischer Muttersprache und bringt als Direktionsmitglied einer Schweizer Grossbank die idealen praktischen Kenntnisse mit. So hat er sich im Rahmen seiner Tätigkeit mit den internationalen Finanztransaktionen und den Kapitalflüssen befasst und war für die Umsetzung der Sorgfaltspflichtvereinbarung der Schweizer Banken im Bereich Geldwäscherei zuständig. Lorenzo Gerber nimmt seine Tätigkeit beim BAP am 1. Dezember 2000 auf.
Die Uebergabe der Dossiers durch die Vorgänger der beiden neuen Verantwortlichen erfolgt bis Ende November dieses Jahres, so dass ein reibungsloser Uebergang sichergestellt ist und kein Know-How Verlust entsteht.
Geldwäscherei als Kernaufgabe des BAP
Die seit dem 1. April 1998 operationelle Meldestelle hat sich zu einem wirksamen Instrument im Abwehrdispositiv der Schweiz entwickelt. Sie wird per 1. Januar 2001 neu als eigene Sektion der von Arnold Bolliger Abteilung "Dienste" zugeordnet und sechs statt wie bis anhin vier Mitarbeiter/innen umfassen. Die Meldestelle behält ihre Funktion einer Drehscheibe zwischen den Finanzintermediären und den Justiz- und Polizeibehörden.
Da die Bekämpfung der Geldwäscherei nicht isoliert angegangen werden kann, sondern meistens im Zusammenhang mit der Verfolgung der Organisierten Kriminalität betrachtet werden muss, sind im neuen Konzept des BAP für den Bereich Geldwäscherei drei aktive Pfeiler vorgesehen. Neben der Meldestelle nimmt der "Dienst für Analysen und Prävention" vertiefte Analysen und Lagebeurteilungen vor. Und die Ermittlungen in Fällen von Geldwäscherei werden nach Inkrafttreten der sogenannten Effizienzvorlage durch die "Bundeskriminalpolizei" unter Leitung der Bundesanwaltschaft geführt.
Mit dieser neuen Struktur wird das Bekämpfen der Geldwäscherei eine Kernaufgabe des Amtes sein. Das BAP trägt damit auch den neuen Kompetenzen Rechnung, die der Bund mit der inzwischen beschlossenen Umsetzung der Effizienzvorlage erhält, um neben der Geldwäscherei auch die schwere Wirtschaftskriminalität, die Korruption und die Organisierte Kriminalität besser verfolgen zu können.
Synergien mit der Fachhochschule für Wirtschaftskriminalistik
Im Hinblick auf die neuen Kompetenzen des Bundes im Bereich Wirtschaftskriminalität wird das BAP weitere Synergien nutzen. Dr. Adrian Lobsiger, der heute die Sektion Kriminalanalyse im BAP leitet und ab 1.1.2001 den Rechtsdienst des Amtes führt, wurde vom Leitorgan für das nationale Projekt "Fachhochschule Wirtschaftskriminalistik" unter dem Vorsitz von Herrn Regierungsrat Hanspeter Uster zum Sekretär gewählt. Gleichzeitig wird er Leiter des Nachdiplomstudiums zur Bekämpfung der Wirtschaftskriminalität an der Hochschule für Wirtschaft in Luzern. Adrian Lobsiger hat im Rahmen seiner Tätigkeit das Kursangebot zu entwickeln, ein der Hochschule angegliedertes Institut aufzubauen und die Ausbildungsangebote der Institute in Luzern und in Neuchâtel zu koordinieren. Im Rahmen seiner Tätigkeit wird Adrian Lobsiger auch seine Erfahrungen einbringen, die er durch seine Ausbildung im angelsächsischen Raum erworben hat (Master of Law).
Während die Fachhochschule damit das praktische Know-How des BAP nutzen kann, ist das BAP einerseits ständig auf dem neusten Stand der akademischen Entwicklung im Bereich Wirtschaftskriminalität und profitiert andererseits von der Ausbildung der Fachhochschule, wenn es im Rahmen der Effizienzvorlage darum geht, qualifiziert ausgebildete Arbeitskräfte zu rekrutieren.
Chef Sicherheitsdienst wechselt in die Privatwirtschaft
Der heutige Chef des Sicherheitsdienstes der Bundesverwaltung (SID), Rolf Schatzmann, verlässt das BAP per Ende Jahr und nimmt eine neue Herausforderung in der Privatwirtschaft an. Rolf Schatzmann hat den Sicherheitsdienst 12 Jahre geleitet und wesentlich zum Aufbau des SID beigetragen. Mit dem heutigen Sektionschef und Direktionsadjunkten Zsolt Madarasz steht sein Nachfolger schon seit dem Sommer dieses Jahres fest. Madarasz wurde im Rahmen der Neuorganisation des BAP zu seinem Nachfolger gewählt. Rolf Schatzmann hätte ab nächstem Jahr die im Rahmen der Reorganisation neu geschaffene Funktion eines Stabchefs übernommen, die nun ausgeschrieben wird.
Stellvertreter von Judith Voney wird Lorenzo Gerber. Der 50-jährige Jurist ist französischer und italienischer Muttersprache und bringt als Direktionsmitglied einer Schweizer Grossbank die idealen praktischen Kenntnisse mit. So hat er sich im Rahmen seiner Tätigkeit mit den internationalen Finanztransaktionen und den Kapitalflüssen befasst und war für die Umsetzung der Sorgfaltspflichtvereinbarung der Schweizer Banken im Bereich Geldwäscherei zuständig. Lorenzo Gerber nimmt seine Tätigkeit beim BAP am 1. Dezember 2000 auf.
Die Uebergabe der Dossiers durch die Vorgänger der beiden neuen Verantwortlichen erfolgt bis Ende November dieses Jahres, so dass ein reibungsloser Uebergang sichergestellt ist und kein Know-How Verlust entsteht.
Geldwäscherei als Kernaufgabe des BAP
Die seit dem 1. April 1998 operationelle Meldestelle hat sich zu einem wirksamen Instrument im Abwehrdispositiv der Schweiz entwickelt. Sie wird per 1. Januar 2001 neu als eigene Sektion der von Arnold Bolliger Abteilung "Dienste" zugeordnet und sechs statt wie bis anhin vier Mitarbeiter/innen umfassen. Die Meldestelle behält ihre Funktion einer Drehscheibe zwischen den Finanzintermediären und den Justiz- und Polizeibehörden.
Da die Bekämpfung der Geldwäscherei nicht isoliert angegangen werden kann, sondern meistens im Zusammenhang mit der Verfolgung der Organisierten Kriminalität betrachtet werden muss, sind im neuen Konzept des BAP für den Bereich Geldwäscherei drei aktive Pfeiler vorgesehen. Neben der Meldestelle nimmt der "Dienst für Analysen und Prävention" vertiefte Analysen und Lagebeurteilungen vor. Und die Ermittlungen in Fällen von Geldwäscherei werden nach Inkrafttreten der sogenannten Effizienzvorlage durch die "Bundeskriminalpolizei" unter Leitung der Bundesanwaltschaft geführt.
Mit dieser neuen Struktur wird das Bekämpfen der Geldwäscherei eine Kernaufgabe des Amtes sein. Das BAP trägt damit auch den neuen Kompetenzen Rechnung, die der Bund mit der inzwischen beschlossenen Umsetzung der Effizienzvorlage erhält, um neben der Geldwäscherei auch die schwere Wirtschaftskriminalität, die Korruption und die Organisierte Kriminalität besser verfolgen zu können.
Synergien mit der Fachhochschule für Wirtschaftskriminalistik
Im Hinblick auf die neuen Kompetenzen des Bundes im Bereich Wirtschaftskriminalität wird das BAP weitere Synergien nutzen. Dr. Adrian Lobsiger, der heute die Sektion Kriminalanalyse im BAP leitet und ab 1.1.2001 den Rechtsdienst des Amtes führt, wurde vom Leitorgan für das nationale Projekt "Fachhochschule Wirtschaftskriminalistik" unter dem Vorsitz von Herrn Regierungsrat Hanspeter Uster zum Sekretär gewählt. Gleichzeitig wird er Leiter des Nachdiplomstudiums zur Bekämpfung der Wirtschaftskriminalität an der Hochschule für Wirtschaft in Luzern. Adrian Lobsiger hat im Rahmen seiner Tätigkeit das Kursangebot zu entwickeln, ein der Hochschule angegliedertes Institut aufzubauen und die Ausbildungsangebote der Institute in Luzern und in Neuchâtel zu koordinieren. Im Rahmen seiner Tätigkeit wird Adrian Lobsiger auch seine Erfahrungen einbringen, die er durch seine Ausbildung im angelsächsischen Raum erworben hat (Master of Law).
Während die Fachhochschule damit das praktische Know-How des BAP nutzen kann, ist das BAP einerseits ständig auf dem neusten Stand der akademischen Entwicklung im Bereich Wirtschaftskriminalität und profitiert andererseits von der Ausbildung der Fachhochschule, wenn es im Rahmen der Effizienzvorlage darum geht, qualifiziert ausgebildete Arbeitskräfte zu rekrutieren.
Chef Sicherheitsdienst wechselt in die Privatwirtschaft
Der heutige Chef des Sicherheitsdienstes der Bundesverwaltung (SID), Rolf Schatzmann, verlässt das BAP per Ende Jahr und nimmt eine neue Herausforderung in der Privatwirtschaft an. Rolf Schatzmann hat den Sicherheitsdienst 12 Jahre geleitet und wesentlich zum Aufbau des SID beigetragen. Mit dem heutigen Sektionschef und Direktionsadjunkten Zsolt Madarasz steht sein Nachfolger schon seit dem Sommer dieses Jahres fest. Madarasz wurde im Rahmen der Neuorganisation des BAP zu seinem Nachfolger gewählt. Rolf Schatzmann hätte ab nächstem Jahr die im Rahmen der Reorganisation neu geschaffene Funktion eines Stabchefs übernommen, die nun ausgeschrieben wird.
