Erster Weltkrieg: Bundesrätin Sommaruga nimmt an Gedenkfeier in Lüttich teil
Bern. Heute vor 100 Jahren marschierten deutsche Truppen ins neutrale Belgien ein, um nach Frankreich vorzurücken. In Erinnerung an diese Invasion in den ersten Tagen des Ersten Weltkriegs fand heute Montag in Lüttich eine Gedenkfeier statt. Bundesrätin Simonetta Sommaruga, Vizepräsidentin des Bundesrats, vertrat dabei die Schweiz.

Der belgische König hatte über 60 Staats- und Regierungschefs an die Feier bei der Gedenkstätte "Mémorial Interallié" in Lüttich eingeladen. Diese war die erste von zwei Gedenkfeiern, die in diesem Jahr auf höchster Ebene in Belgien stattfinden. Die Staatsgäste gedachten der zahlreichen zivilen und militärischen Opfer und der mit der deutschen Invasion verbundenen Verletzung der Neutralität Belgiens. Die Feier, an der nebst den Gastgebern auch der Bundespräsident Deutschlands Joachim Gauck, der Präsident Frankreichs François Hollande sowie für das Vereinigte Königreich Prinz William Reden hielten, stand unter dem Zeichen des Gedenkens und der Versöhnung.
Die Einladung an die Schweiz zur Teilnahme an den Gedenkanlässen ist als Zeichen der Anerkennung für die humanitären Leistungen während der Kriegsjahre zu verstehen. Die Schweiz nahm damals 2000 verletzte belgische Kinder, 4500 verletzte Offiziere und Soldaten sowie 6000 Flüchtlinge auf. Für seine humanitäre Tätigkeit im Ersten Weltkrieg erhielt 1917 das Internationale Komitee des Roten Kreuzes den Friedensnobelpreis.
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