Leben in Freiheit und Selbstbestimmung

1.-August-Ansprache von Bundesrat Christoph Blocher – Zusammenfassung

Medienmitteilungen, EJPD, 31.07.2006

Bern, 01.08.2006. Die Freiheit des Einzelnen erlaube es, die verschiedenen Interessen, Meinungen, Konfessionen, Sprachen und Altersgruppen in der Schweiz weiterhin unter einen Hut zu bringen. Nur so könne unser Land als Willensnation in Freiheit und Selbstbestimmung leben. Die zentrale Botschaft der 715-jährigen Geschichte der Eidgenossenschaft und auch des Bundesbriefes von 1291 sei das Prinzip, welches unser Land stark und wohlhabend gemacht habe: Eine weltoffene Schweiz, die sich ihre Handlungsfreiheit bewahrt, wie Bundesrat Christoph Blocher in seinen Ansprachen zum Nationalfeiertag betont.

Bundesrat Christoph Blocher unterstreicht in seinen vier 1.-August-Ansprachen – in Mont-sur-Rolle (31.7.), Uster, Kerns und Oberwald – die untrennbare Verbindung von Freiheit, Selbstbestimmung und Selbstverantwortung. Diese drei Säulen hätten die Schweiz stark und wohlhabend gemacht, weil sie dem Einzelnen genügend Raum gegeben hätten, stark und wohlhabend zu sein.
 
Entsprechend dieser Botschaft mahnt Bundesrat Blocher Behörden und Politiker, das Volk wo immer möglich vor Gängelung, Bevormundung und moralistischer Besserwisserei zu verschonen.
 
Der Wille zur Selbstbestimmung sei im Lauf der Schweizer Geschichte immer wieder bedroht worden. Heute komme die Gefahr auf leiseren Sohlen: Internationalismus, grosse Zusammenschlüsse und überstaatliche Organisationen seien bei politischen Eliten angesagt. Für die Schweiz handle es sich dabei aber um Irrwege. Der Weltoffenheit erteilt Bundesrat Blocher keine Absage, im Gegenteil. Die Schweiz dürfe sich aber durch ihre Weltoffenheit nicht in ihrer Handlungsfähigkeit einschränken lassen.
 
Die Bürgerinnen und Bürger fordert Bundesrat Blocher auf, die direkte Demokratie zu leben und ihre politischen Rechte zu nutzen. Allerdings, so Bundesrat Blocher, müsse man den Bürgerinnen und Bürgern die Vorlagen auch so erklären, dass sie den Inhalt verstehen können. Das gehöre zu den Aufgaben und Anforderungen der direkten Demokratie.
 
Bundesrat Blocher betont die Bedeutung des Nationalfeiertags: Es sei die Geschichte, die verbinde. Sie stehe über den alltäglichen Dingen, über wandelbaren Gesetzen, über den Niederungen der politischen Grabenkämpfe und über den profanen Interessen der einzelnen Gruppierungen. Die Schweiz schaffe Ihre Identität durch ihre Geschichte; umso bedeutender sei es, der eigenen Geschichte immer wieder neu bewusst zu werden; so auch am 1. August.
 
Zweifelsfrei habe die Schweiz in ihrer Geschichte auch Fehler gemacht. Der Nationalfeiertag sei demnach nicht da, um die eigene Unfehlbarkeit zu feiern, sondern um in Dankbarkeit dem Land, seiner Geschichte und seiner Menschen zu gedenken. Dass dies nicht wie in anderen Staaten mit einer zentralen, offiziellen Staatsfeier, sondern in vielen kleinen und gleichwertigen Feiern stellvertretend für das Ganze geschehe, sei sinnbildlich: Die Schweiz sei eben nicht durch einen königlichen Gnadenakt, sondern durch die Bürgerinnen und Bürger und deren Willen zur Unabhängigkeit geprägt worden.

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  • 1.-August-Ansprache von Bundesrat Christoph Blocher

    Bundesrat Christoph Blocher ging in seinen Reden zum Schweizer Nationalfeiertag auf das Wesen der Schweiz ein. Dazu gehöre der Wille zur Freiheit, Selbstbestimmung und Selbstverantwortung. Direkter Ausdruck davon sei die direkte Demokratie. Diese Werte gelte es am 715. Geburtstag der Schweiz dankbar zu feiern.

nach oben Letzte Änderung 31.07.2006

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