Visumbefreiung für Staatsangehörige aus Mazedonien, Montenegro und Serbien

Schlagwörter: Visum

Medienmitteilungen, EJPD, 16.12.2009

Bern. Ab dem 19. Dezember 2009 sind Staatsangehörige aus Mazedonien, Montenegro und Serbien bei der Einreise in den Schengen-Raum von der Visumpflicht befreit. Es handelt sich dabei um eine Weiterentwicklung des Schengen-Besitzstands. Die Schweiz hat sich grundsätzlich zur Übernahme aller Weiterentwicklungen des Schengen-Besitzstands verpflichtet.

Die Verordnung des Rates der Europäischen Union wurde am 30. November 2009 erlassen. Mit der Übernahme dieser Schengen-Weiterentwicklung werden Staatsangehörige aus Mazedonien, Montenegro und Serbien, die im Besitz eines biometrischen Reisepasses sind, für den Aufenthalt von höchstens drei Monaten ohne Erwerbstätigkeit im Schengen-Raum von der Visumpflicht befreit.

Die Aufnahme einer Erwerbstätigkeit für Staatsangehörige aus Mazedonien, Montenegro und Serbien ist weiterhin nur in sehr beschränktem Ausmass möglich. Eine Zulassung zur Erwerbstätigkeit für diese Personen ist erst unter der Voraussetzung möglich, dass sie gut qualifiziert sind und auf dem inländischen Arbeitsmarkt sowie auf den Arbeitsmärkten der EU/EFTA-Länder keine Personen zur Verfügung stehen. Im Weiteren müssen die im Ausländerrecht vorgesehenen Lohn- und Arbeitsbedingungen eingehalten werden.

Die Übernahme dieser Schengen-Weiterentwicklung erfordert keine Anpassung der schweizerischen Gesetzgebung.

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