Den Dialog mit den Muslimen fortführen und erweitern

Schlagwörter: Religion

Medienmitteilungen, EJPD, 21.12.2009

Bern. Bundesrätin Eveline Widmer-Schlumpf, Vorsteherin des Eidg. Justiz- und Polizeidepartements, hat heute Vertreter von islamischen Organisationen zu einem Gespräch empfangen. Sie bekräftigte dabei den Willen des Bundes, den Dialog mit den Muslimen fortzuführen und zu erweitern.

Das Gespräch knüpfte an ein früheres Treffen an, das am 30. September im Vorfeld der Abstimmung über die Minarett-Initiative stattgefunden hatte. Beide Seiten nahmen eine Standortbestimmung nach der Abstimmung vom 29. November vor. Bundesrätin Widmer-Schlumpf unterstrich, dass der Volksentscheid zwar die Freiheit einschränke, den muslimischen Glauben nach aussen mit der Errichtung von Minaretten zu bekunden. Die Freiheit, sich zum Islam zu bekennen und diese Religion zu praktizieren, werde jedoch nicht berührt. Der Volksentscheid sei Ausdruck von Problemen, biete aber gleichzeitig die Chance, darüber eine breite Debatte zu führen. Die anwesenden Vertreter der islamischen Organisationen anerkennen den Volksentscheid.

Der Bund ist für die Wahrung des Religionsfriedens und das ungestörte Zusammenleben zwischen den verschiedenen Kulturen im Land verantwortlich. Er will deshalb den Dialog mit den Muslimen fortführen und den Kreis der Gesprächsteilnehmer erweitern. Beim nächsten Treffen soll eine Ist-Analyse vorgenommen und konkret über Massnahmen diskutiert werden. An den bisherigen Treffen nahmen seitens der Muslime die Föderation Islamischer Dachorganisationen Schweiz, die Koordination Islamischer Organisationen Schweiz und die Fondation de l’Entre-Connaissance teil.

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nach oben Letzte Änderung 21.12.2009

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