Staatsbesuch des französischen Präsidenten François Hollande am 15. und 16. April

Medienmitteilungen, EJPD, 09.04.2015

Bern. Der Bundesrat empfängt am 15. und 16. April François Hollande, den Präsidenten der französischen Republik, zum Staatsbesuch. Im Zentrum des Besuchs stehen die starken und freundschaftlichen Beziehungen zwischen der Schweiz und Frankreich. Dabei soll auch darüber diskutiert werden, wo die Schweiz und Frankreich ihre Zusammenarbeit noch vertiefen können. Auch die Europapolitik beider Länder wird ein wichtiges Thema der Gespräche sein.

Der Gesamtbundesrat empfängt den Präsidenten der französischen Republik mit militärischen Ehren am Mittwoch, 15. April in Bern. Anschliessend sind die offiziellen Gespräche angesetzt, an denen neben Bundespräsidentin Sommaruga und Präsident Hollande mehrere Mitglieder beider Regierungen teilnehmen werden. Auf Schweizer Seite sind dies die Bundesrätinnen und Bundesräte Johann N. Schneider-Ammann (WBF), Doris Leuthard (UVEK), Eveline Widmer-Schlumpf (EFD) und Didier Burkhalter (EDA).

Am Abend des ersten Tages findet traditionsgemäss das Gala-Dinner statt. Am zweiten Tag des Staatsbesuchs wird Bundespräsidentin Sommaruga mit Präsident Hollande Bildungsinstitutionen und Unternehmen in der Region Zürich und in Lausanne besuchen. 

Traditionell enge Beziehungen

Die Beziehungen zwischen der Schweiz und Frankreich sind seit Jahrhunderten sehr eng. Ihre erste Auslandsvertretung eröffnete die Eidgenossenschaft 1798 in Paris. Auch heute pflegen beide Länder intensive Beziehungen: In keinem Land leben mehr Auslandsschweizerinnen und -schweizer als in Frankreich (rund 200‘000) – und nirgendwo ausserhalb Frankreichs leben mehr Französinnen und Franzosen als in der Schweiz (rund 170‘000). In wirtschaftlicher Hinsicht ist Frankreich für die Schweiz der viertwichtigste Handelspartner hinter Deutschland, den Vereinigten Staaten und Italien. Mehr als 150‘000 französische Grenzgängerinnen und Grenzgänger arbeiten in der Schweiz. Der wirtschaftliche Austausch, von dem beide Länder in starkem Masse profitieren, wird denn auch einen Schwerpunkt des Besuches bilden. Im Zentrum steht dabei das gemeinsame Ziel einer wettbewerbsfähigen Wirtschaft, die gleichzeitig soziale und ökologische Verantwortung wahrnimmt.

Der letzte Staatsbesuch eines französischen Präsidenten in der Schweiz war derjenige von Jacques Chirac 1998. Zuvor hatte Präsident François Mitterrand der Schweiz 1983 einen Staatsbesuch abgestattet. Das letzte Treffen der beiden Länder auf höchster Ebene fand im Oktober 2014 statt, als der damalige Bundespräsident Didier Burkhalter von Präsident Hollande in Paris empfangen wurde. Im Januar 2015 nahm Bundespräsidentin Sommaruga nach den Attentaten von Paris am Gedenkmarsch in der französischen Hauptstadt teil. 

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