Die Schweiz verurteilt die Anschläge von Paris

Schlagwörter: Terrorismus

Medienmitteilungen, Der Bundesrat, 14.11.2015

Bern. Die Schweiz ist zutiefst schockiert und traurig über die Anschläge in Paris und verurteilt sie mit aller Schärfe. Die Bundespräsidentin Simonetta Sommaruga hat umgehend erklärt, dass die Schweiz in Gedanken bei Frankreich ist und hat dem Präsidenten François Hollande ihr Beileid ausgesprochen. Der Vorsteher des Departements für auswärtige Angelegenheiten, Bundesrat Didier Burkhalter, hat seinem französischen Amtskollegen, Laurent Fabius, ebenfalls sein Beileid ausgedrückt und ihm mitgeteilt, dass sich die Schweiz in dieser Zeit des Leidens und der Bewährung noch näher bei Frankreich fühle als sonst. Die Sicherheitsdienste des Bundes sind in erhöhter Alarmbereitschaft. Sie arbeiten eng mit den Partnerdiensten in Frankreich zusammen, in Absprache mit der Schweizerischen Botschaft in Paris. Der Bundesrat wird laufend über die Entwicklung der Situation informiert.

Solidarität mit Frankreich: Das Bundeshaus leuchtet in den Farben Blau, Weiss und Rot (Foto: BK)
enlarge_picture Solidarität mit Frankreich: Das Bundeshaus leuchtet in den Farben Blau, Weiss und Rot (Foto: BK)

Das EDA ist gemeinsam mit dem fedpol daran, herauszufinden, ob sich Personen schweizerischer Nationalität unter den Opfern befinden. Zur Zeit verfügt das EDA über keine Informationen, dass sich Schweizer Bürgerinnen und Bürger unter den in Paris getöteten Personen befinden könnten. Die schweizerische Botschaft in Paris ist in engem Kontakt mit den französischen Behörden und dem Krisenmanagement-Zentrum des EDA in Bern.

Auf Polizeiseite sind fedpol, Nachrichtendienst des Bundes und Grenzwachtkorps in engem Kontakt mit den französischen Behörden vor Ort in Paris, und zwar auf den gängigen Polizeikanälen sowie via Schweizerische Botschaft in Paris. Das Ziel der Untersuchungsbehörden ist es, mögliche Verbindungen mit der Schweiz zu bestimmen. Das fedpol hat mit der Polizei der betroffenen Kantone die Sicherheitsmassnahmen rund um die diplomatischen Gebäude Frankreichs in der Schweiz verstärkt. Auch das Grenzwachtkorps ist in erhöhter Alarmbereitschaft.

Die Untersuchung des Nachrichtendienstes weist seit einigen Monaten auf eine erhöhte Bedrohungslage hin. Diese wurde Anfang November leicht erhöht, da auch die Einrichtungen der Länder der Anti-IS-Koalition auf Schweizer Gebiet Ziel von Attentaten sein könnten. Diese Einschätzung gilt weiterhin und die Kerngruppe Sicherheit des Bundes sowie die zuständigen Organe treffen sich heute Nachmittag für eine vertiefte Analyse der Situation.

Personen, die Angehörige in Paris vermissen, können sich an die Helpline des EDA wenden.
Anrufe aus der Schweiz: Tel. 0800 24-7-365.
Anrufe aus dem Ausland: Tel. 0041 800 24-7-365

    

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