Asylstatistik Juli 2018

Schlagwörter: Asylstatistik

Medienmitteilungen, SEM, 13.08.2018

Im Juli wurden in der Schweiz 1374 Asylgesuche eingereicht, damit hat sich die Zahl der Gesuche gegenüber dem Vorjahresmonat um 320 verringert (–18,9 %). Es sind 128 mehr Gesuche als im Vormonat (+10,3 %). Die Zahl der Anlandungen in Italien blieb im Juli auf tiefem Niveau (rund 2000 Personen), in Spanien nahm sie hingegen zu (rund 10 000 Personen). Die Schweiz ist weiterhin nicht das primäre Zielland der Migranten, die nach Europa kommen, sei dies über Spanien, Italien oder Griechenland.

Das Staatssekretariat für Migration erledigte im Juli 2257 Asylgesuche in erster Instanz. Dabei wurden 382 Nichteintretensentscheide gefällt (davon 322 auf Grundlage des Dublin-Abkommens), 620 Personen erhielten Asyl und 765 Personen wurden vorläufig aufgenommen. Die Zahl der erstinstanzlich hängigen Fälle ging im Vergleich zum Vormonat um 735 auf 15 002 zurück.

Die wichtigsten Herkunftsländer von Asylsuchenden in der Schweiz waren im Juli Eritrea mit 260 Gesuchen (38 mehr als im Juni 2018), Syrien (145 Gesuche; +33), Türkei (117 Gesuche; +62), Afghanistan (115 Gesuche; –7) und Irak (72 Gesuche; +34).

Im Juli haben 616 Personen unser Land kontrolliert verlassen. Die Schweiz hat bei 537 Personen einen anderen Dublin-Staat um Übernahme angefragt, 163 Personen konnten in den zuständigen Dublin-Staat überführt werden. Gleichzeitig wurde die Schweiz von anderen Dublin-Staaten um Übernahme von 541 Personen ersucht. 154 Personen wurden der Schweiz überstellt.

Resettlement-Programm

Im Juli sind im Rahmen des Resettlement-Programms des UNO-Hochkommissariats für Flüchtlinge (UNHCR) 139 syrische Staatsangehörige angekommen. Mit dem Bundesratsbeschluss vom Dezember 2016 wurde die Aufnahme von bis zu 2000 weiteren Opfern des Syrienkonflikts innerhalb von zwei Jahren beschlossen. Bis Ende Juli 2018 hat die Schweiz 1135 Personen in diesem Rahmen aufgenommen. Das Programm richtet sich an besonders verletzliche Menschen, die sich in Syrien oder in einem der Nachbarländer aufhalten und vom UNHCR den Flüchtlingsstatus erhalten haben.

Weitere Infos

Dokumentation

Dossier

News

nach oben Letzte Änderung 13.08.2018

Kontakt

Information und Kommunikation SEM
T
+41 58 465 78 44
Kontakt