Vatikan/Rom: Bundesrätin Keller-Sutter an Heiligsprechung, Treffen mit Innenministerin

Medienmitteilungen, EJPD, 13.10.2019

Bundesrätin Karin Keller-Sutter hat in Rom am Sonntag an der Heiligsprechung von Marguerite Bays (1815-1879) teilgenommen. Sie vertrat bei der Zeremonie im Vatikan den Bundesrat und traf dabei Papst Franziskus. Zudem stattete sie der Päpstlichen Schweizergarde einen Besuch ab. Am Vortag der Heiligsprechung war die Bundesrätin von der neuen italienischen Innenministerin Luciana Lamorgese zu einem Austausch empfangen worden, namentlich über Migrationsfragen.

Bundesrätin Keller-Sutter trifft Papst Franziskus
(Foto: EJPD)

Keller-Sutter zeigte sich erfreut darüber, dass eine einfache Näherin aus der Schweiz des 19. Jahrhunderts heiliggesprochen werde. Marguerite Bays, die aus einer Bauernfamilie im Kanton Freiburg stammte, ist erst die dritte Schweizer Persönlichkeit, die seit der Gründung des modernen Bundesstaates 1848 in den Heiligenstand erhoben wurde. Vor ihr war diese Ehre 2008 Maria Bernarda Bütler zuteilgeworden, 1947 Niklaus von Flüe.

Vor der Zeremonie traf die Bundesrätin kurz mit dem Papst zusammen und überbrachte ihm die besten Wünsche des Bundesrates. In der Schweizer Delegation waren unter anderem auch der Freiburger Staatsratspräsident Jean-Pierre Siggen und Staatsrat Didier Castella.

Treffen mit Italiens Innenministerin: Weitere Vertiefung der Zusammenarbeit

Am Samstag hatte Bundesrätin Keller-Sutter die neue italienische Innenministerin Luciana Lamorgese zu einem Arbeitsgespräch getroffen. Sie wurde dabei von Staatssekretär Mario Gattiker, dem Direktor des Staatssekretariats für Migration (SEM), begleitet. Hauptthema war die enge Zusammenarbeit beider Länder im Migrationsbereich. Keller-Sutter unterstrich die Bedeutung dieser guten Zusammenarbeit für die Schweiz.

Sie versicherte zudem, die Schweiz werde ihr Engagement für die Entlastung der Aussengrenzstaaten fortführen und sich weiterhin mit Nachdruck dafür einsetzen, dass die dringend notwendige Reform des Dublin-Systems im Sinne einer solidarischen europäischen Migrationspolitik im Zentrum der Bemühungen bleibt. Die beiden Ministerinnen sprachen auch über die Malta-Vereinbarung, die bei den EU-Innenministern am Dienstag in Luxemburg keine Mehrheit gefunden hatte.

Bundesrätin Keller-Sutter bekräftigte, die Schweiz freue sich, die bisherige gute Zusammenarbeit mit Italien im Migrationsbereich fortzuführen, und sei bereit, sie weiter zu vertiefen. Die beiden Innenministerinnen kamen überein, dass man die Gespräche in diesem Sinne zeitnah fortsetzen wolle.

Stipp-Visite bei der Schweizergarde

Bundesrätin Keller-Sutter besuchte anlässlich des Aufenthalts in Rom auch die Päpstliche Schweizergarde. Sie zeigte sich beeindruckt vom Spektrum der Aufgaben, welche die Garde im Vatikan und auf den Reisen des Papstes erfüllt. Die Gardisten trügen mit ihrem Dienst dazu bei, das Bild einer zuverlässigen und sicheren Schweiz in die Welt hinaus zu tragen.

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nach oben Letzte Änderung 13.10.2019

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