Rede von Bundesrätin Simonetta Sommaruga (Personalgeschäft)

Medienkonferenz des Bundesrates vom 31. August 2011

Schlagwörter: Behörden

Reden, EJPD, 31.08.2011. Bundesrätin Simonetta Sommaruga. Es gilt das gesprochene Wort.

Bern. An der Pressekonferenz des Bundesrates orientierte Bundesrätin Simonetta Sommaruga über Ihren Entscheid, sich vom Direktor des Bundesamtes für Migration zu trennen.

Sehr geehrte Damen und Herren

Nach reiflicher Überlegung habe ich mich entschieden, mich vom Direktor des Bundesamtes für Migration, Alard du Bois-Reymond, zu trennen. Ich habe deshalb heute dem Bundesrat beantragt, das Arbeitsverhältnis mit dem Direktor des Bundesamts für Migration zu beenden – der Bundesrat hat meinen Antrag zugestimmt.

Herr du Bois-Reymond wird das Amt Ende Oktober 2011 verlassen. Er erhält die gesetzlich vorgegebene Abgangsentschädigung von einem Jahresgehalt.

Meine Damen und Herren, dieser Entscheid ist mir nicht leicht gefallen, insbesondere, da das Bundesamt für Migration mit der Reorganisation schwere Zeiten hinter sich hat. Herr du Bois-Reymond und ich haben – wie es in solchen Situationen üblich ist – vereinbart, dass wir die Gründe für diesen Entscheid nicht im Einzelnen ausbreiten wollen.

Wie geht es jetzt weiter?

Die Stelle des Direktors wird ausgeschrieben. Herr du Bois-Reymond wird das Amt, wie bereits erwähnt, noch bis zu seinem Ausscheiden Ende Oktober führen.

Wir wissen alle, das Bundesamt für Migration hat mit der Reorganisation bewegte Zeiten hinter sich und steht immer wieder im Zentrum von Kritik. Ein Führungswechsel kann – dessen bin ich mir sehr bewusst – kann zusätzliche Unruhe bringen. Mir ist aber die Kontinuität ein sehr grosses Anliegen. Ich bin daher froh, dass der heutige stellvertretende Direktor des BFM, Mario Gattiker, die interimistische Leitung des BFM übernimmt. Er leitet den Direktionsbereich Zuwanderung und Integration und er kennt das Amt und seine Aufgaben seit mehr als einem Jahrzehnt. Das Amt ist also nicht führungslos, es wird die laufenden Projekte weiter vorantreiben. Zudem werde ich alles daran setzen, die Führung des Amtes möglichst rasch wieder zu komplettieren.

Vor etwas mehr als einer Stunde habe ich auch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des BFM über meinen Entscheid informiert. Ich habe allergrösste Achtung vor ihrer Fachkompetenz und ihrem Engagement. Die Mitarbeitenden des Bundesamtes für Migration haben tagtäglich äusserst schwierige Entscheide zu treffen, für die sie sehr oft nur Kritik ernten. Es ist mir wichtig, im Bundesamt für Migration ein Umfeld zu schaffen, in dem die Mitarbeitenden ihre Aufgaben optimal erfüllen können. Ich will, dass im Amt jene Ruhe einkehrt, die seine Mitarbeitenden für ihre anspruchsvolle Arbeit benötigen. Und ich werde im Rahmen meiner Möglichkeiten alles tun, um sie darin zu unterstützen.

nach oben Letzte Änderung 31.08.2011