Staatsbesuch des französischen Präsidenten François Hollande am 15. und 16. April

Bundespräsidentin Simonetta Sommaruga hat den französischen Präsidenten François Hollande in Bern zu einem zweitägigen Staatsbesuch willkommen geheissen – dem ersten eines französischen Präsidenten in der Schweiz seit 1998. Im Zentrum des Besuchs von Präsident Hollande stehen die Europapolitik, die Zusammenarbeit bei internationalen Fragen und die Wirtschaftsbeziehungen.

Fotos vom 16.04.2015

Lausanne-Ouchy : gemeinsamer Spaziergang am Genfersee (Foto: Keystone)
enlarge_picture Lausanne-Ouchy : gemeinsamer Spaziergang am Genfersee (Foto: Keystone)
Bundespräsidentin Simonetta Sommaruga (Foto: A. Wasser)
enlarge_picture Bundespräsidentin Simonetta Sommaruga (Foto: A. Wasser)
Eidgenössische Technische Hochschule Lausanne: Bundespräsidentin Simonetta Sommaruga und Präsident François Hollande benutzen ein autonom fahrendes Fahrzeug (Foto: Keystone)
enlarge_picture Eidgenössische Technische Hochschule Lausanne: Bundespräsidentin Simonetta Sommaruga und Präsident François Hollande benutzen ein autonom fahrendes Fahrzeug (Foto: Keystone)
Bundespräsidentin Simonetta Sommaruga und Präsident François Hollande verfolgen an der Zürcher Hochschule der Künste eine künstlerische Darbietung (Foto: ZHdK)
enlarge_picture Bundespräsidentin Simonetta Sommaruga und Präsident François Hollande verfolgen an der Zürcher Hochschule der Künste eine künstlerische Darbietung (Foto: ZHdK)
Präsident François Hollande (Foto: A. Wasser)
enlarge_picture Präsident François Hollande (Foto: A. Wasser)
Gemeinsames Mittagessen während der Zugfahrt nach Lausanne (Foto: Keystone)
enlarge_picture Gemeinsames Mittagessen während der Zugfahrt nach Lausanne (Foto: Keystone)
Bundespräsidentin Simonetta Sommaruga und Präsident François Hollande begrüssen die Zuschauer bei ihrem Besuch der Cleantech-Firma Ernst Schweizer AG in Hedingen ZH (Foto: Keystone)
enlarge_picture Bundespräsidentin Simonetta Sommaruga und Präsident François Hollande begrüssen die Zuschauer bei ihrem Besuch der Cleantech-Firma Ernst Schweizer AG in Hedingen ZH (Foto: Keystone)

Fotos vom 15.04.2015

Bundespräsidentin Simonetta Sommaruga begrüsst Präsident François Hollande am Flughafen Bern-Belp
enlarge_picture Bundespräsidentin Simonetta Sommaruga begrüsst Präsident François Hollande am Flughafen Bern-Belp (Photo: Keystone)
Offizielle Gespräche im Bernerhof (Foto: Hug)
enlarge_picture Offizielle Gespräche im Bernerhof (Foto: Hug)
Galadiner (Foto: Hug)
Galadiner (Foto: Hug)
Bundespräsidentin Simonetta Sommaruga und Präsident François Hollande schreiten auf dem Münsterplatz die Ehrenkompanie ab (Foto: Hug)
enlarge_picture Bundespräsidentin Simonetta Sommaruga und Präsident François Hollande schreiten auf dem Münsterplatz die Ehrenkompanie ab (Foto: Hug)
Pressekonferenz zum ersten Tag des Staatsbesuchs (Foto: Hug)
Pressekonferenz zum ersten Tag des Staatsbesuchs (Foto: Hug)

Der Gast aus Frankreich wurde am Mittwochnachmittag vom Gesamtbundesrat mit militärischen Ehren auf dem Münsterplatz in Bern empfangen. Nach den Begrüssungsreden von Bundespräsidentin Sommaruga und Präsident Hollande folgten die offiziellen Gespräche im Bernerhof. "Dieser Staatsbesuch kann die Ouverture für eine neue Phase der französisch-schweizerischen Beziehungen sein – eine Phase, die durch Vertrauen, Freundschaftlichkeit und Herzlichkeit geprägt sein soll", erklärte die Bundespräsidentin. Gute französisch-schweizerische Beziehungen beeinflussen auch die Zusammenarbeit der Schweiz mit der gesamten Europäischen Union.

Diese Beziehungen zwischen der Schweiz und der EU waren ein Schwerpunkt in den offiziellen Gesprächen. Daneben diskutierten die beiden Delegationen über Fragen zur europäischen Migrationspolitik und der internationalen Sicherheit. Weiter war der Austausch über wirtschaftliche Themen wichtig; so kamen die erfolgreiche wirtschaftliche Zusammenarbeit, die Ausbildung und die Forschung zur Sprache. Für beide Länder sind dabei die nachhaltige Entwicklung und der Klimaschutz zentrale Anliegen. Beide Seiten anerkannten die zentrale Bedeutung der UNO-Klimakonferenz in Paris 2015, bei der eine neue internationale Klimaschutz-Vereinbarung verabschiedet werden soll.

Die nachhaltige Entwicklung, das duale Bildungssystem, die wirtschaftliche Zusammenarbeit zwischen der Schweiz und Frankreich und der kulturelle Austausch: Diese Themen haben den zweiten Tag des Staatsbesuchs geprägt. Bundespräsidentin Simonetta Sommaruga und ihr Gast reisten ins Knonauer Amt, nach Zürich und nach Lausanne.

Der letzte Staatsbesuch eines französischen Präsidenten in der Schweiz war derjenige von Jacques Chirac 1998. Zuvor hatte Präsident François Mitterrand der Schweiz 1983 einen Staatsbesuch abgestattet. Das letzte Treffen der beiden Länder auf höchster Ebene fand im Oktober 2014 statt, als der damalige Bundespräsident Didier Burkhalter von Präsident Hollande in Paris empfangen wurde. Im Januar 2015 nahm Bundespräsidentin Sommaruga nach den Attentaten von Paris am Gedenkmarsch in der französischen Hauptstadt teil.

Die Beziehungen zwischen der Schweiz und Frankreich sind seit Jahrhunderten sehr eng. Ihre erste Auslandsvertretung eröffnete die Eidgenossenschaft 1798 in Paris. Auch heute pflegen beide Länder intensive Beziehungen: In keinem Land leben mehr Auslandsschweizerinnen und -schweizer als in Frankreich (rund 200‘000) – und nirgendwo ausserhalb Frankreichs leben mehr Französinnen und Franzosen als in der Schweiz (rund 170‘000). In wirtschaftlicher Hinsicht ist Frankreich für die Schweiz der viertwichtigste Handelspartner hinter Deutschland, den Vereinigten Staaten und Italien. Mehr als 150‘000 französische Grenzgängerinnen und Grenzgänger arbeiten in der Schweiz. Der wirtschaftliche Austausch, von dem beide Länder in starkem Masse profitieren, wird denn auch einen Schwerpunkt des Besuches bilden. Im Zentrum steht dabei das gemeinsame Ziel einer wettbewerbsfähigen Wirtschaft, die gleichzeitig soziale und ökologische Verantwortung wahrnimmt.

 

nach oben Letzte Änderung 09.04.2015

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