Berufliche Integration von Menschen mit Behinderungen im EJPD

Die Bundesverwaltung ist eine der grössten Arbeitgeberinnen der Schweiz und mit ihrer breiten Vielfalt an Mitarbeitenden und Aufgaben ein Abbild der schweizerischen Gesellschaft. Sie übernimmt national wie international eine Vorbildfunktion und ist sich der Tragweite ihrer sozialen Verantwortung bewusst. So ist ihr auch die Eingliederung und Wiedereingliederung von Menschen mit Behinderungen ein wichtiges Anliegen.

Das EJPD setzt sich dafür ein, dass die Gleichstellung und Nichtdiskriminierung gelebt und u. a. auch in der Berufsbildung umgesetzt wird.

Im Rahmen der Gewinnung von Lernenden/Praktikanten werden regelmässig junge Menschen mit einer Behinderung rekrutiert und ausgebildet. Ein Beispiel dazu stellen wir Ihnen gerne vor:


Gilles Gfeller

Gilles Gfeller hat am 1. Februar 2018 sein 6-monatiges Praktikum als Praktiker Büroarbeit INSOS* angetreten. Gilles ist stark sehbehindert; er verfügt über eine Restsehfähigkeit von 1,6 %. Sein ausgeprägter Tastsinn, sein gutes Gehör sowie ein weisser Stock ermöglichen es Gilles, mobil zu sein.

Die Sehbehinderung von Gilles stellte in Bezug auf die Praktikumsvorbereitung für alle Beteiligten eine besondere Herausforderung dar. Es musste geprüft und erprobt werden, welche Tätigkeiten sich eignen, zahlreiche Informatiktests wurden durchgeführt und viele Gespräche geführt.

 

Das Praktikum ist für alle Beteiligten sehr bereichernd. Vieles ist neu und unbekannt und regt zum Nachdenken an. Einiges ist, gerade für Sehende, nun nicht mehr so selbstverständlich.
 


* INSOS: Nationaler Branchenverband der Institutionen für Menschen mit Behinderung. Die Praktische Ausbildung (PrA) ist ein niederschwelliges Berufsbildungsangebot, das auf die individuellen Ressourcen ausgerichtet ist. Die PrA bietet jungen Menschen ohne Zugang zu einer anerkannten beruflichen Grundbildung die Möglichkeit, einen Berufsausweis zu erwerben, der ihre beruflichen Kompetenzen dokumentiert.

 

Interview mit Gilles Gfeller

 

 

Was gefällt dir bis jetzt am besten bei fedpol?
Mir gefallen die abwechslungsreichen Tätigkeiten an meinem Arbeitsplatz. Zudem interessieren mich die verschiedenen Aufgabenbereiche, mit denen sich fedpol auseinandersetzt, sehr.

Wie war dein erster Eindruck beim Postoffice?
Ich möchte am liebsten 24 Stunden arbeiten. Das Team beim Postoffice arbeitet mit sehr viel Humor und das gefällt mir sehr gut. Dies motiviert mich, an meinen Traum in Bezug auf eine Arbeitsstelle im ersten Arbeitsmarkt, zu glauben.

Wie gefallen dir die Arbeiten im Moment beim Postoffice?
Mir gefallen die Kuriergänge, welche ich in den verschiedenen Türmen und an den Aussenstellen in der Umgebung Bern mache. Ich werde zudem spezifisch in meinen Stärken gefördert, so dass ich zum Spezialisten in einem Teilgebiet des Büroalltags werde. Ich möchte so auch viele Erfahrungen für meinen weiteren beruflichen Werdegang sammeln können.
 

Gilles Gfeller erhält sehr viel Unterstützung seitens der Berufsbildung EJPD sowie vom Praxisbildner und den Arbeitskolleginnen und Arbeitskollegen von fedpol.

Wir freuen uns, wenn wir mit dem Praktikum einen Beitrag zur Erfüllung von Gilles Traum beitragen können.

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nach oben Letzte Änderung 02.05.2018