Karin Keller-Sutter im Wiler Nachrichten-Weihnachtsinterview

Intervista, 23 dicembre 2021: Wiler Nachrichten; Lui Eigenmann

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Wie feiert eigentlich Karin Keller-Sutter in diesem Jahr Weihnachten und wie hat sie das ausgehende Corona-Jahr persönlich erlebt? Die WN konnten mit der Wiler Bundesrätin kurz vor Heiligabend ein Interview führen.

Karin Keller-Sutter, haben Sie schon alle Geschenke für Ihre Liebsten beisammen?
Ja, es ist alles organisiert. Ich bin sehr dankbar, dass sich mein Mann darum gekümmert hat.

Was wünschen Sie sich persönlich in diesem Jahr zu Weihnachten?
Ein paar ruhige Tage im Kreise meiner Familie und im Austausch mit Freunden. Einfach einmal abschalten und etwas Abstand gewinnen.

Es liegt ein anspruchsvolles Jahr hinter Ihnen. Corona hat uns alle sehr beschäftigt. Wie blicken Sie auf das Jahr zurück?
Es war tatsächlich ein anstrengendes Jahr. Aber es war auch erfolgreich. Ich hatte im Parlament zahlreiche Vorlagen, die ich abschliessen konnte. Zudem habe ich im Namen des Bundesrates fünf Volksabstimmungen vertreten. Corona sowie die Europa-Politik haben den Gesamtbundesrat auf Trab gehalten. In der Corona-Politik haben wir im Bundesrat stets einen Ausgleich zwischen Eigenverantwortung und Schutz gesucht.

Können Sie uns drei positive Dinge aus Ihrem Jahr 2021 nennen?
Das Volk hat den Covid-19-Gesetzen zwei Mal deutlich zugestimmt. Das ist wichtig für die Bewältigung der Pandemie. Persönlich bin ich zudem froh, dass ich in den knapp drei Jahren im Bundesrat die neunte Abstimmung über die Bühne gebracht habe. Das war eine anstrengende Zeit. Und drittens freue ich mich, dass meine Familie und auch ich gesund geblieben sind.

Morgen nun ist Heiligabend. Wie feiern Sie Weihnachten?
Ich feiere gemeinsam mit meinem Mann sowie meinem Schwiegervater und meinem Bruder, die beide verwitwet sind. Ich koche nicht nur an Weihnachten für sie, sondern – wenn immer möglich – an jedem Wochenende. Das ist eine Tradition, die mir sehr wichtig ist.

Haben Sie ein besonderes Ritual?
Es ist nicht mehr so wie in der Kindheit. Die Weihnachtsfeiern als Kind sind mir unvergesslich. Die Stube wurde abgeschlossen. Das Christkind (mein Bruder Rolf) hat den Baum geschmückt und alle Geschenke hergerichtet. Die Stimmung und die Freude, die ich als Kind empfunden habe, sind unbeschreiblich. Heute geniessen wir einfach den gemeinsamen Abend.

Welches Weihnachtsessen kommt bei der Familie Keller-Sutter an Weihnachten auf den Tisch?
Dieses Jahr gibt es seit Langem wieder einmal Fondue Chinoise. Zum Dessert: Zuger Kirschtorte.

Haben Sie bereits einen Christbaum? Wann kaufen Sie ihn und wie lange behalten Sie ihn?
Nein, ich habe keinen zu Hause, aber einen im Büro.

Welche Bedeutung hat Weihnachten für Sie persönlich?
Die Geburt Christi steht für das Leben von uns allen. Weihnachten ist zudem eine besinnliche Zeit, in der man für einmal einfach in der Familie auftanken kann.

Sie haben nun ein paar Tage Pause von Bern und dem Bundesrat. Bleiben Sie auch über die Feiertage mit Ihren «Gspänli» in Kontakt und schenkt man sich da vielleicht sogar gegenseitig etwas?
Wir machen uns keine Geschenke, schreiben uns aber Weihnachtskarten. Während der Weihnachtspause haben alle gerne einmal etwas Abstand. Manchmal tauschen wir trotzdem SMS aus.

Welche Pendenzen liegen bei Ihnen auf dem Bürotisch, welche nach den Feiertagen in Angriff genommen werden müssen?
Die erste ordentliche Sitzung des Bundesrates ist am 12. Januar. Das bedeutet, dass ich in meinem Weihnachtsgepäck auch Akten mit nach Hause nehme. Verschiedene Geschäfte des EJPD sind in der ersten Sitzung traktandiert. Diese muss ich in den Weihnachtsferien vorbereiten.

Was wünschen Sie sich persönlich für das nächste Jahr?
Dass wir die Pandemie endlich hinter uns lassen können und unser gewohntes Leben zurückbekommen. Ich wünsche mir zudem, dass es unserem Land und seiner Bevölkerung gut geht und dass wir unseren Wohlstand erhalten können.

Ultima modifica 23.12.2021

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