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Veröffentlicht am 26. Juni 2011

Sommaruga: Keinen Grund für Departementswechsel

SonntagsZeitung

Die Kantone kritisieren, die Asylverfahren dauerten zu lange.
Ich hatte eine gute Aussprache mit ihnen. Wir sind uns einig, dass wir beim Asylwesen nur miteinander und nicht gegeneinander arbeiten können. Weil derzeit aber mehr Gesuche eingehen, braucht der Bund für seinen Teil der Arbeit mehr Unterkünfte. Ich bin den mutigen Sicherheitsdirektoren sehr dankbar, die in ihren Kantonen zusätzliche Plätze schaffen. Wir brauchen aber noch weitere mutige Regierungsrätinnen und Regierungsräte.

Aber die Kantone fordern, Dublin-Fälle ohne Verzug auszuschaffen.
Wir behandeln Dublin-Fälle und Menschen ohne Asylgrund bereits prioritär, damit wir sie rasch zurückführen können. Dabei möchte ich betonen: Dublin funktioniert nicht immer perfekt, aber grundsätzlich gut. Wir haben seit Anfang Jahr über 1500 Personen in die Erstasylländer zurückgeschickt.

Im BFM haben die EJPD-Vorsteher in den letzten Jahren oft gewechselt. Bleiben Sie?
Ich betone: Die Arbeit der BFM-Mitarbeitenden ist ausserordentlich anspruchsvoll. Sie entscheiden über Schicksale von Menschen. Dass wir nach der Reorganisation des BFM noch nicht dort sind, wo wir hin wollen, stimmt. Zusammen mit den Mitarbeitenden möchte ich unsere Ziele aber erreichen. Ich sehe jedenfalls keinen Grund, mit einem Departementswechsel zu liebäugeln.